This group led by James Mercerand Danger Mouse is one of my favourites this year. From their first album, here is a YouTube playlist with three wonderful live tracks (the third tune is actually called “The Ghost Inside”!).
Enjoy!
Broken Bells war ein Tipp von meiner Freundin und ist jetzt nicht mehr wegzudenken aus meinem Musik-Kosmos. Aus dem ersten Album stammen diese drei Lieder, die in sehr schönen Live-Versionen vorliegen.
Ich las gestern in einem Tweet, dass man die besten Gedanken verpasse, wenn man sich nicht selbst reflektiere. Mein Reden. Viele Menschen neigen in dieser Hinsicht zu großer Bequemlichkeit, wenn nicht gar Ignoranz - die Rechnung kommt dann später.
Also abgesehen vom reduzierten Erlebnisgehalt und Erkenntnisgrad im eigenen Dasein, ist das natürlich auch eine Frage von “Reinigung”, Konstanten, Koordinaten, Zielen und Orientierung.
Gestern war auf Spiegel Online etwas über Meinungsabgleich und Filterfunktion(en) durch Facebook, Google etc. zu lesen. Ich habe dazu nur die Überschrift und das dazugehörige Bild gesehen, eine Landkarte mit Verbindungslinien bzw. Ballungszentren, scheinbar bezogen darauf, wer wo welche Meinung vertritt, widergibt oder ihr folgt.
Nun ist das Folgen ja seit Twitter etwas ganz anderes geworden oder hat zumindest im Online-Bereich eine eigene Dimension erlangt. Ich “folge” auch, und mir wird “gefolgt”. Was ist die Folge davon und wieviel (mehr) an Meinung(en) gebe ich ungefiltert weiter oder folge ich, weil das Agenda Setting gerade entsprechend angesagt ist bzw. vorgenommen wurde?
In Nordafrika folgen die Menschen dem Ruf der Freiheit und online organisieren sie sich schnell und zielgerichtet. Das ist ein gutes und gesundes Wachstum, und letztlich folgerichtig. Denn ein Netz verbindet, und dieses spezielle Netz kann es schneller und besser als jedes andere. Es ist ja nur eine fortgeschrittene Art des Telefonierens, an dem zudem der ganze Planet teilnehmen kann - wenn er denn Zugang hat.
Dass jeder am besten seiner eigenen Nase folgen sollte, und nicht nur Trends, reinen Modeerscheinungen oder Wahnvorstellungen, versteht sich von selbst. Und da sind wir wieder bei den eigenen Gedanken.
Ich liege auf dem Sofa, tippe in mein iPhone in beachtlicher Geschwindigkeit, und spüre den gestrigen Abend in den Knochen. Eine 60-Stunden-Woche ging mit Chinese Boxing in Ottensen und einem anschließenden Umtrunk in der Nähe zu Ende. Der Raum jetzt gerade zwischen endgültigem Wachwerden und Aufwachen ist wie gemacht für diese Gedanken.
Nach knapp vier Wochen Twitter, zahllosen Tweets und viel Lachen und Kopfschütteln ist es Zeit für ein Zwischenfazit.
Die eigene Aufmerksamkeit wird in vielen, häufig zu vielen, Details gebunden. Das ist dann eine Frage der Selbsterziehung. Das eigene Verhalten ändert sich teilweise dramatisch, und das ist spätestens dann schlecht, wenn es nicht gewachsen ist, sondern durch die schlichte (technische) Möglichkeit bzw. Machbarkeit motiviert wird. Mit anderen Worten: Ich mache es dann nur noch, weil es geht oder weil ich es kann, z. B. mit Hilfe meines Smartphones. Da leidet schnell die sichtbare Aufmerksamkeit für Menschen am gleichen Ort, im gleichen Raum - was auch eine Frage von Respekt und Höflichkeit ist.
Ich kann damit umgehen. Ich bin jetzt 40 und kenne das Beste aus beiden Welten - offline sozialisiert und online weitergebildet und geschult. Doch Gespräche wie das, dessen unfreiwilliger Zeuge ich am Dienstag im Bok in Ottensen wurde, zeigen mir, dass die Facebook-Generation von heute das ohne eine intakte Begleitung der Eltern nicht mehr kann. Die eigene Wahrnehmung und die wechselseitige Wahrnehmung meiner “Freunde” auf der Grundlage vorgegebener Raster und Technik ist letztlich gnadenlose Auslese und nicht selten der Weg in die Selbstentfremdung. Die Gesprächsthemen und vor allem die Art und Weise der (Selbst-)Darstellung sind leider zu oft oberflächlich, gänzlich wertend und noch häufiger völlig inhaltsleer.
Eins wird immer so bleiben: Das Leben ist offline und draußen. Bin ich online, bin ich erreichbar, und auf Linie - finde mich aber vielleicht selbst nicht (mehr). Wie mein Chef immer so schön sagt: “Wer nicht raus geht, kann nichts erleben.”
Ich fahre jetzt nach Blankenese zu meinem Optiker. Da wartet ein Steve McQueen-Poster auf mich. Das kann ich anfassen, verschenken oder mir in die Wohnung hängen. Neulich habe ich mir einen Fotoband von William Claxton über McQueen bestellt - gebraucht, denn das Buch gibt es nicht mehr. Ich habe es gerade in die Hand genommen und nehme mir jetzt die Zeit, es überhaupt mal richtig und aufmerksam anzusehen.
Und um so eine coole Sau wie Steve McQueen zu werden, muss man raus gehen und Dinge (er)schaffen, die auch in 50 Jahren noch den gleichen Wert haben werden - wenn es Facebook schon lange nicht mehr gibt und wir vermutlich schon über unsere Gedanken ins Netz gehen können.
Auch (am besten) an einem Samstagmorgen.
Musiktipp: “The World Is Outside”, The Ghosts (Album “The World is Outside”).
Die Tage an der frischen Luft konnte ich in den letzten zwei Wochen an einer Hand abzählen. Mein Körper hat komplett gestreikt und sich bis jetzt nicht entschieden, ob er weiter auf einer Lohnerhöhung besteht oder ihm weniger Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich ausreicht.
So las ich in den Tagen über Stille und suchte die Ruhe - doch vergeblich, weil der Körper keine gab. Alles in allem eine Frage der Erwartungshaltung. Wenn von 1000 Dingen, die man im Urlaub machen wollte, am Ende gar nichts übrig bleibt, dann ist das schon ziemlich gewöhnungsbedürftig. Andererseits schärft es den Blick für das Wesentliche. Nach Tagen von rein gar nichts bis kaum etwas, tastete ich mich erst an das Zeitungslesen heran und dann an das gute alte Buch. Jetzt habe ich immer noch 300 Seiten meines mexikanisch-chilenischen Schinkens vor mir und werde das vor der Rückkehr ins Büro auch nicht mehr schaffen.
Die Botschaft aus meinem Inneren ist jedenfalls bei mir angekommen, und ich habe mich auf den Weg gemacht. Ich werde über Hamburger Pflaster streifen und darüber berichten. Gewohnheiten kommen auf den Prüfstand - der Hut ist in den Ring geworfen. Doch der Alltag hat bereits sein gefräßiges Maul weit aufgerissen und ich kann das Schmatzen und Grunzen schon hören. Wenn es dann erstmal dazu reicht, häufiger als bisher Na und?! zu sagen, dann ist schon viel gewonnen.
Einen guten Start in das neue Jahr! Ein Jahr, dass - so sagt mir mein Gefühl - sehr schwierig werden wird, aber auch spannend und reich an Chancen. So wie jeder Tag.
Bei Lasagne und Zucchini-Salat haben meine lieben Bürokollegen und ich gestern Berlin Calling auf DVD konsumiert. Heute, angesichts des leicht verspäteten Veranstaltungsendes, fühlt es sich doch etwas so an, als habe man einen Teil der Drogen aus dem Film mitverspeist.
Fazit: Schräg, lustig, traurig, intensiv, rastlos, energiegeladen, berlinesk, grandiose Musik und ein Hauptdarsteller, der grandios (mehr als nur sich selbst (ein bisschen)) spielt. Der Soundtrack läuft schon lange auf Heavy Rotation, jetzt werde ich ihn mir noch einmal bestellen. Favourite tracks: Aaron, Azur, Sky And Sand.
U2 am 12. August in der AWD Arena in Hannover - kann man mal machen. Auch wenn die Tickets zwischen 70 und 270 Euro kosten. Als Wahl-Hamburger und Ex-Hannoveraner finde ich das natürlich eine naheliegende Gelegenheit, auch wenn man im Volkspark sicherlich für ein kleines Aufgeld ohne Problem das Dach ab, und dann wieder angebaut hätte haben können. Oder? Oder warum “geht” das beim kleinen, aber nicht beim großen HSV? Zwinker, Zwinker.
Mein letztes und bisher einziges Live-Erlebnis mit den vier Iren hatte ich im August 1997, bei einem Konzert der Pop Mart-Tour. Auf dem entstehenden EXPO-Gelände war es auch schon damals unheimlich laut, und hatte nach meinem Empfinden für ein Freiluft-Konzert bereits eine unheimlich gute Akustik. Meine fast einzige Erinnerung an den Abend: One als letzter Song, alles stockfinster und auf der riesigen Leinwand ein knallrotes Herz, begleitet von den Worten: “We promise, we will come back soon.” Hat ja dann etwas gedauert…
Der zu erwartende Tribut für Robert Enke im Jahr 2010 wurde mit dem letzten Song dann auch noch gezollt. Moment of Surrender und Larry Mullen jr. dazu im Trikot der 96er. Man kann dabei, angesichts von mitunter grenzwertigem Pathos und der simplen Tatsache, dass sich die Jungs einfach mit dem Thema und der Stadt beschäftigt haben, geteilter Meinung sein - Gänsehaut bleibt aber nicht aus. Sicherlich auch, weil die Bühne des Verstorbenen der Ort war, an dem die gewaltige Bühne an diesem Abend aufgebaut ist.
Fazit nach gut zwei Stunden lichten Spektakels: Die Show bleibt weltweit unübertroffen, das Publikum ist unfassbar durchmischt, die Songs und Arangements gut bis sehr gut gewählt, und es war unglaublich laut - in the city of blinding lights.
Auf dem Rückflug von München nach Hamburg vorgestern las ich in der SZ eine Kritik über das neue Album von The Roots. How I got over heißt es, und das, was ich bisher davon gehört habe, deckt sich mit der sehr wohlwollenden Kritik.
Die Band ist nebenbei auch die Studioband der Late Night Show von Jimmy Fallon. Dort fand ich gerade einen schönen Clip mit ihrem Drummer Questlove. Er mixt die Internet-Fundstücke der Sendung live zusammen. Sarah Palin erschafft dabei unter anderem das neue Wort refudiate und man sieht eine “Kurzfassung” von Men who stare at goats(!).
Heavy rotation all the way: Das neue Crowded House-Album Intriguer bringt Neuseeland wieder mal ein Stück näher. Mein aktueller Favorit: Archer’s Arrows.
Ich hoffe, Sie kommen noch für weitere Konzerte nach Deutschland. Hamburg? Surrrrrrre!
Zugegeben, die Besinnungsphase hat etwas länger gedauert, aber es waren ereignis- und erlebnisreiche drei Monate…
Ich lese noch immer an 2666 von Roberto Bolaño - gerade einmal 70 Seiten bin ich weiter gekommen, davon allein 50 in den letzten zwei Wochen. Und das Schreiben fehlt(e) mir. Dafür sind viele Projekte, Jobs und andere Dinge gut vorwärts gegangen. Das Laufen nimmt wieder seinen ihm gebührenden Platz ein und gibt jedem Tag einen unvergleichlichen Rhythmus.
Im Juni war ich in Berlin zu einem phantastischen Konzert der Thievery Corporation in Huxley’s Neue Welt. Anreise mit Freund und dessen Freundin am Nachmittag, am Abend das zweieinviertelstündige Konzert - noch niemals so abgetanzt in einem Gig, und niemals so viele Leute bei einem Konzert so abtanzen gesehen (”Wo, wenn nicht hier?!?”) -, kurzer Abstecher in die pony bar morgens um eins und am nächsten Morgen Frühstück im Blaues Band. Alles in allem, besonders das Konzert: FETT!
Eine Woche später Betriebsausflug in den Harz. Ferienwohnung in Schierke: Fahrt mit der Brockenbahn, Wanderung hinunter, Abendessen in Wernigerode, Workshop im gemieteten Heim, am nächsten Tag auf der Rückfahrt nochmal in Goslar gehalten, und dann schon innerlich mit den Hufen geschart, um rechtzeitig zum ersten Deutschen Gruppenspiel gegen Australien wieder in Hamburg zu sein. Große Teile der Nacht und der für den Sonntagvormittag geplante Ausflug in den Klettergarten fielen dem Schierker Feuerstein zum Opfer… Das Highlight in Goslar: Im Paulaner die englischen Übersetzungen der Speisekarte: Allerlei vom Fisch = “A number of things of the fish”… Essen und Location: top!
Eine weitere Woche später das Treffen der deutschen AtlasPROfilax®-Sektion in Zeulenroda in Thüringen. Vernon brachte mich in 3:50 Stunden sicher ans Ziel. Das Bio-Seehotel war Tagungsort und bot 1a-Verpflegung, einen Golfplatz mit drei Bahnen und im Keller eine Bowlingbahn, sowie einen Fitnessraum mit Tischtennisplatte. Am Sonntagmorgen dann vorm Frühstück Joggen am See mit Volker Werner. Schwer gezeichnet nach einstündigem Frühstück in vier Stunden zurück nach Hamburg.
Zurück bleibt das andauernde Gefühl, mit klaren Gedanken und neuer Kraft in die kommenden Wochen gehen zu können. Die Antrengung hat sich gelohnt, und der Ausblick auf das einzig freie Wochenende im Juni stimmt mich froh.
Der Rest des Monats wird bestimmt von The artist formerly known as Panzer. Die Fußball-WM hat längst auch den letzten Grummler in ihren Bann geschlagen und passend, wie vor vier Jahren, schaltet das Wetter in den Modus Traumsommer. Bis zum Halbfinale sehe ich kein Spiel am gleichen Ort, dann reisst leider der “deutsche Faden”. Das Ghana-Spiel sehe ich mit meiner Kollegin in der Dannemann Lounge im HSV-Stadion. Wir sitzen das ganze Spiel draußen vor der Lounge im menschenleeren Stadion und verfolgen das 1:0 über die 60 qm große Leinwand und den merkwürdig hallenden Kommentar von Marcel Reif. Drinnen sind die Bildschirme kleiner und die Luft dicker. Alles richtig gemacht, auch wenn es um 22.15 Uhr dann doch schon recht kühl ist. Zwei Wochen später hätte man sich nach diesen Temperaturen gesehnt…
Wochen- und tagelang nehme ich mir vor, endlich wieder (im Blog) zu schreiben, und auch heute, wo es endlich wieder losgeht, schaffe ich es nur mit Unterbrechungen. Dafür habe ich heute schon ausgeschlafen(!), bin 4,5 Kilometer mit Hund gerannt (nicht gejoggt), habe gelesen, etwas The Open, das dritte Major-Turnier der Golfsaison, auf Sky gesehen, dabei festgestellt, dass ich Tiger Woods nicht mag, ja noch nie wirklich mochte, war mit Freund und dessen Tochter Eis essen im AEZ und amüsiere mich noch immer über meinen gestern ersonnenen Satz: Ich kenne den Osten wie meine Westentasche®!
Fazit des Frühjahrs:
If you follow your nose, your feet will know just where to go.
[Straight On, Terry Hoax; Album: Den Kindern geht es gut und sie lassen grüßen]
Roberto Bolaños Meisterwerk 2666 begleitet mich zur Zeit in den Schlaf. Die endlosen Sätze voller Fabulierkunst lassen wenig Wünsche offen.
In Anlehnung an die Rubrik “…plant seinen Monat” im KulturSPIEGEL freue ich mich auf weitere Highlights bis Juni: Lostboy! A.K.A. Jim Kerr im Knust in Hamburg, Paul Weller in Amsterdam, Thievery Corporation in Berlin, Luka Bloom in der Fabrik in Hamburg und z. B. Schneller als der Tod von Josh Bazell.
Extrem empfehlenswert ist überdies der Besuch von Männer, die auf Ziegen starren. Fazit des Films, wie dort auch gehört: More than a feeling!