Archive for the ‘Hamburg’ Category

First time @ Neptun Award

Donnerstag, Mai 26th, 2011

Gestern fand im vom Aussterben bedrohten Kino Streit’s am Jungfernstieg in Hamburg der Neptun Award 2011 statt. Ich war vor Ort - und multimeditierte mir die Finger am iPhone wund. Das Event zeichnet jährlich im Wettbewerb von 5 Finalisten die beste Crossmedia-Kampagne des Jahres aus. Die für die jeweilige Kampagne verantwortliche Agentur muss vor Fachjury und Publikum performen und in 20 Minuten mit oder ohne Einspielfilme die Kampagne und deren Stringenz erklären bzw. vermitteln.

Hier der Mitschnitt der gelungen Erklärung der Veranstaltung von Moderator Harald Kratel:

Ich twitterte mir währenddessen die Finger wund, machte Fotos, drehte kurze Filme (leider keinen von der genialen “Show” der Rampensau von Scholz & Friends), und notierte und SMSte die Einzelnoten für die Abstimmung zu jeder Präsentation. Die Timeline bei Twitter unter #neptun11 zeigt recht gut den Verlauf des Events und die “Diskussionen” im Verlauf. Am Ende schlägt Meister (Scholz & Friends für Mercedes) den Meister der Herzen (kempertrautmann für die Initiative Vermisste Kinder) äußerst knapp, aber nicht unverdient. Das Budget der beiden Agenturen wollen wir besser nicht vergleichen…

In jedem Fall war für jeden etwas dabei: Spannung, Kurzweile, Fremdschämen (#Tenor), Inkompetenz, Begeisterung, Entertainment, Professionalität, große Emotionen, spannende Themen.

Fazit: Präsentieren ist nicht jedermanns Sache und entscheidet, wenn es eng wird bei einer Entscheidung. Und was das Thema Crossmedia angeht, ja, da ist noch - jedenfalls in der Masse - reichlich Luft nach oben. Aber bitte nicht falsch verstehen: Technik gut, richtig und zielgenau eingesetzt ist bisweilen grandios - nur um ihrer selbst willen kann sie aber genauso schnell sperrig, kompliziert, deplaziert, bemüht und desaströs wirken.

Ich freue mich auf das nächste Jahr, sage danke für die Einladung und großen Respekt an alle Beteiligten, besonders den 5 Kandidaten, die sich bis ins Finale gekämpft haben.

Wer wagt, gewinnt!

Who dares wins is something rather rarely practiced these days - at least in (German) politics. To enter a competition and to face the vote of jury and audience takes courage, drive and hard work. At yesterdays Crossmedia event in Hamburg - Neptun Award 2011 - attendants could experience all of this, and even more.

From my point of view, all the modern communications stuff is worth nothing without the human touch and the related emotions. Technique and gadgets just for the sake of themselves don’t amount to anything, but cleverly added might be that little difference between good and overwhelming.

I like the event - even before yesterday from the stories I heard about it - and am already looking forward to visiting it again next year. All in all, being there, one could witness again how important it is to think outside of the box.

A big thanx & respect for all those who have been involved in the event. See you next year!

Mediacoffee vs. Alstercoffee 0:4

Sonntag, April 24th, 2011

Der Rahmen für den mediacoffee von news aktuell in Hamburg am vergangenen Mittwochabend war vielversprechend: Thema, Zeitpunkt und vor allem die Besetzung der Diskussionsrunde deuteten auf einen interessanten Abend hin. Nun ist es zum einen so gewesen, dass ich mich schon vor Wochen angemeldet hatte - Giovanni di Lorenzo mal live zu sehen, dazu noch bei der Themenvorgabe, war Grund genug. Zum anderen kann ein Teil der folgenden Schilderung nur aus zweiter Hand erfolgen.

Letzteres ist dann auch das Zentrum dieses Beitrags - das Epizentrum gewissermaßen. Ich war nämlich fünf Minuten zu spät erschienen, und man bzw. frau(en) wollte mich nicht mehr rein lassen. Da half auch nicht der Hinweis, dass meine Freundin drinnen samt freigehaltenem Platz auf micht wartete. Was tun? Ärgern, entspannen oder randalieren? Zumindest verbal etwas Gas zu geben war durchaus verlockend, angesichts des wunderbaren Frühsommerwetters allerdings pure Energieverschwendung. Der Hinweis, ich könne aber im Nebengebäude gerne den Live-Stream verfolgen, - wir befanden uns auf dem Gelände der Bucerius Law School - brachte mein Blut dann doch noch einmal in Wallung, will sagen: ich kam mir etwas verarscht vor.

Aber nur etwas, denn dazu gehören ja auch immer zwei Parteien. Nun ist es ja so, dass sowohl das sofortige Twittern der Situation (mein erster Tweet dazu lief direkt im Auditorium auf der Twitter Wall auf, grins), als auch dieser Text, den Eindruck erwecken könnten, ich tue mir in der beschriebenen Situation doch ein bisschen selber Leid. Daher versuchte ich, meine Finger und Gedanken etwas zu kontrollieren. Ich versuchte gewissermaßen auf Konter zu spielen, um die Fußballersprache zu bemühen. Ein Unentschieden hätte mir auch gereicht, oder ein knappes 1:0. Doch wie der weitere Verlauf noch zeigen sollte, lagen noch vier Tore und wenig Gegenwehr in der Luft - davon allein zwei Eigentore.

Jetzt beginnt der Teil, den ich mir aus Tweets, Nachberichten und “Zeugenaussagen” rekonstruieren muss: Da ich selbst seit vielen Jahren im Eventmanagement tätig bin, kann ich zum Teilnehmermanagement der Veranstaltung nur sagen: Angemeldete Teilnehmer abzuweisen und den Raum offensichtlich deutlich zu überbuchen, sind No-Gos, mit denen man eine Veranstaltung oder Veranstaltungsreihe problemlos versenken kann. Vielleicht sieht man das bei news aktuell anders oder ist zu groß für kleine, flexible Bewegungen. In jedem Fall ging ich so problemlos in Führung. (Für die weitere Dokumentation des Spielverlaufs verweise ich gerne auf meine Timeline bei Twitter - Tweets vom 20. April 2011.)

Das Wetter baute für mich den Vorsprung mühelos und mit Leichtigkeit aus. Wozu Lebenszeit mit Ärger, schlechter Luft und, soll ich vorgreifen? - mit wenig Inhalt und schlechter Moderation verschwenden? Letzteres brachte mich uneinholbar in Führung und geleitete mich zur Außenalster und einem rasanten 11-Kilometer-Lauf - irgendwo muss der Frust dann ja doch bleiben.

Fast überflüssig zu erwähnen, dass weder das Thema der Veranstaltung getroffen wurde, noch der “Moderator” den Sinn einer Podiumsdiskussion erfasst hatte. Am Ende war es fast eine glückliche Fügung für mich und ich konnte sagen: Et kütt wie et küüt. Gut, das Essen hinterher sei sehr gut gewesen, hörte ich, und, ja, das war auch Teil meines Ärgers, denn ich hatte nicht wirklich Zeit zum Essen tagsüber gehabt und auf den Abend gehofft und vertraut.

Die Menschen, die Atmosphäre und die eine Persönlichkeit hätte ich doch gerne gesehen, gehört und gespürt. Doch tatsächlich hörte ich nur, es sei wie folgt gewesen: Laaaaaaaaangweiliiiig!

Alsterrunde, Kernerschmelze und iPad-Gelüste

Sonntag, April 3rd, 2011

Was verbinden Sie mit dem Begriff Frauenpower? Zum Beginn meiner Runde um die Außenalster heute morgen um Viertel vor Neun war es für mich jedenfalls noch etwas anderes als danach.

Ich war mehr als vier Wochen nicht gelaufen und hatte eine Zeit von etwa 40 Minuten für die siebeneinhalb Kilometer angesetzt. Alles passte perfekt zusammen: Neue Laufschuhe, Wetter noch stabil für ca. 45 Minuten, ausgeschlafen, Riesenmotivation und scheinbar ausreichend getrunken. Letzteres sollte sich als Trugschluss erweisen.

30 Sekunde nach dem Start traf ich meine Laufpartnerin, mit der ich seit 18 Monaten keine Runde mehr zustande bekommen habe. Entsprechend groß war das Hallo. Sie war allerdings schon mehr oder weniger fertig. Gemeinsames Laufen in zwei Wochen fest vorgenommen…

Die Dame, deren Rückansicht dann schon in den ersten zehn Minuten nicht näher kommen wollte, nahm ich erst gar nicht war. Wenn ich länger nicht gejoggt bin, dann laufe ich zu Beginn in der Regel nicht wirklich langsam. Das geht dann ganz von selbst, denn durch Stress, Bewegungsmangel und unerledigte Dinge, hat sich zu viel in mir aufgestaut. Jetzt kann ich es in Bewegung umsetzen.

To cut a long story short: Ich war dann direkt hinter ihr, und wollte mich einfach nur von ihr ziehen lassen, doch kaum hatte ich sie erreicht, mussten wir jemanden überholen. Dabei blickte sie sich kurz um, sah mich - und gab Gas. Und zwar richtig. Nach dem Atlantic gab ich es auf. Wozu auch? Sie war fit wie ein Turnschuh und ich lief über meinen Tagesverhältnisen. Jedenfalls: Respekt! Und gespannt sein auf ein erneutes Aufeinandertreffen.

Etwas später, etwa auf Höhe meines Lieblingsbürogebäudes mit der hübschen Adresse An der Alster 1, kamen mir Herr Kerner und seine Frau entgegen. Als Menschen kenne ich ihn nicht, und kann seine Qualitäten nicht beurteilen. Als Moderator ist er aufgrund seiner mangelnden Authentizität für mich schwer zu ertragen. Und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Sein sinkender Stern am deutschen TV-Himmel, falls er jemals mit echtem Licht geleuchtet haben sollte, ist ja schon so beiläufig normal, dass ich mich nicht mal mehr über seinen eher steinernen, angestrengten, wenn nicht gar verhärmten Gesichtsausdruck schon gewundert habe.

Ich würde ihm wünschen, dass der ausbleibende Erfolg bei ihm zu einem Umdenken führt. Weniger ist mehr. Wobei: Was ist Erfolg im TV? Nur die hohe Einschaltquote? Vielleicht ist die Frage nicht exakt. Was ist dauerhafter Erfolg im TV, den er ja scheinbar hatte? Sicherlich schwer erreichbar auf der Basis von inflationärer Bildschirmpräsenz. Aber das verpassen ja die meisten. Warum eigentlich? Wegen der vermeintlichen Chancen, des Geldes oder der eigenen Eitelkeit?

Ich habe ernsthaft kurz gezögert und überlegt, ihn anzusprechen. Hat so ein Mensch eigentlich einen Berater und hat so ein Berater einen Plan, eine Linie, die über den nächsten Werbevertrag hinaus geht? Die Nachhaltigkeit - leider ein inflationär benutztes Wort - des eigenen (TV-)Auftritts scheint mir jedenfalls von keinem der Beteiligten bedacht, kalkuliert oder analysiert worden zu sein. Aber wer weiß, vielleicht überrascht er uns ja alle, und wir erleben in Zukunft den “wahren” Kerner.

Schlimmer als der Spott, den er seitens der Titanic kurz nach den Ereignissen in Japan erfuhr, geht es wohl bald kaum noch. Andererseits - Ehre, wem Ehre gebührt, und Neid muss man sich hart erarbeiten! Hat die Kernerschmelze schon ihr Endstadium erreicht?

Im Auto wartete etwas zu trinken auf mich, und der Liter war in 30 Sekunden in mir verschwunden. Die unnatürliche Gesichtsfarbe, wie meine Freundin es ausdrückte, war dann allerdings auch noch nicht verschwunden, als ich 15 Minuten später wieder zu Hause ankam.

Die Badewanne verlangt nun von Minute zu Minute lauter nach ihrem Einsatz. Zuvor griff ich noch kurz zum Telefonhörer, um meinen Freund anzurufen, der sich gestern das vor vier Wochen bestellte iPad abholen durfte. Am Vormittag war es noch nicht im Laden eingetroffen, doch der Nachmittag brachte dort einen weiteren Besuchvon DHL. Gestern Abend lag es noch unausgepackt auf seinem Wohnzimmertisch, heute morgen war das “Unpacking Event of the Year” (so hatte es der Verkäufer im Februar beim Öffnen meiner iPhone-Verpackung genannt) bereits vollzogen - mehr aber nicht, denn Geburtstag ist erst in vier Wochen. Grins.

Ich musste mir bereits vor einigen Tagen eingestehen, dass ich mittlerweile auch gerne eins hätte. Dann bräuchten wir allerdings abends ein Losverfahren, um herauszufinden, wer es zuerst benutzen darf. Fest steht nur eins: weiß wird es nicht sein. Die Farbe reicht mir heute auf der Fahne, die ich am Atlantic beim Laufen geschwenkt habe.

Übrigens habe ich am Ende vierunddreißigeinhalb Minuten gebraucht.

Inception

Mittwoch, August 11th, 2010

Gestern Abend war ich das erste Mal im UCI in Hamburg und habe mir Christopher Nolan’s neues Meisterwerk Inception angesehen. Was soll man sagen? Unheimlich. Beeindruckend. Unheimlich Beeindruckend. James Bond meets Kimball auf der Flucht meets Hirnkino.

Obendrein eine phantastische Besetzung, Marion Cotillard, Ellen Page und Tom Hardy gefielen mir besonders gut. Mehr als einmal rutschte mir in der - von einer 15-minütigen Pause unterbrochenen - Vorführung “Kranke Scheiße!” raus. Besser hätte gepasst: “Geile, kranke Scheiße!”

Sollte man den Mann mal an einen Bond-Film lassen oder ist ihm das nicht eigen genug? Andererseits hat er ja bereits die Batman-Reihe quasi neu erfunden, und soll angeblich demnächst Superman wiederbeleben. Also: Pimp my Bond!

Go Jimmy go - vite, vite!

Dienstag, Juli 20th, 2010

In der Nähe meiner alten Bürogemeinschaft am Kleinen Schäferkamp befindet sich das Jimmy Elsass. Wir saßen gestern in der letzten Sonnenstunde draußen davor am Knick der Schäferstraße und genossen Flammkuchen in vier Varianten: es lebe das Tauschgeschäft!

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Ebenfalls sehr zu empfehlen, besonders mittags, und gleich in der Nähe ist das R ‘n B. Hier ist immer etwas für jeden dabei. Im Sommer auch draußen.

Weitere gastronomische Adressen in Reichweite in der Weidenallee, z. B. das portugiesische Perola.

Komm mal lecker bei misch bei!

Sister Kiss

Sonntag, Juli 18th, 2010

Schmuck, Windlichter, T-Shirt-Wandapplikationen, Lampen und mehr.

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BETTINA KOLBERG UNIKATE

Anfragen über die Website. Schmuckstücke aktuell vor Ort im Friseursalon von Hanno Kleinecke im Mühlenkamp in Hamburg.

Der Soundtrack dazu: Sister Kiss, Big Light; Album: NowHere

Lost Island (erneuert geboren)

Donnerstag, Dezember 17th, 2009

Ich komme gerade von einer 11 Kilometer-Laufrunde zurück. Minus zwei Grad zeigte das Thermometer um 21 Uhr, als ich die Wohnung verließ. Vor zwei Tagen war die Lust größer, aber der Stress im Büro heute war einfach zu extrem, um das Laufen heute Abend sausen zu lassen.

Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich umgezogen. Bis dahin konnte ich die Außenalster in 90 Sekunden erreichen. Jetzt brauche ich hin und zurück von der Wohnung zur Krugkoppelbrücke zusammen schon gut 15 Minuten. Als ich am Red Dog, meinem üblichen Startpunkt zur Runde, ankam, und gegen den Uhrzeigersinn hinunter zum Wasser lief, erklang das Lied Lost Island in meinem iPod Shuffle. Es ist nicht nur eines meiner Lieblingslieder von Crowded House, sondern überhaupt. Ein ansprechender Text, ein Maori-Chor im Hintergrund und schon habe ich das Gefühl ich bin selbst am Kare Kare-Strand in Neuseeland.

Wie soll man mit Worten ein Lied beschreiben, dass ein anderer Mensch noch nie gehört hat? Ich versuche es mal.

Der Song ist nicht sonderlich schnell. Er wird wesentlich von einer akustischen und einer (halb-)elektrischen Gitarre sowie besagtem Chor bestimmt. Der Gesang von Neil Finn ist ruhig, sehnsüchtig und klingt, als ob er in väterlicher Freude sein Kind auf dem Schoß hat. Ich kann mich an kaum ein Lied erinnern, das in der Lage ist, Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart gleichzeitig wiederzuspiegeln. Lost Island kann das mühelos, mit jeder Zeile und jeder Note. Es ist wehmütig, hoffnungsvoll, tröstend, inbrünstig und friedvoll. Es ist wie ein nicht endender Sonnenuntergang im Pazifik. Es ist Leben. Ich liebe es.

Das Lied trug mich durch die klare Nacht und ich fühlte mich zeitweise wirklich wie frisch auf der Erde angekommen. Nicht neu- und nicht wiedergeboren, eher erneuert geboren. Nach einer knappen Stunde bin ich zurück gewesen. Glücklich und erschöpft. Hier das musikalische Protokoll eines sportlich gelungenen Abends (Playlist Lost Island).

Jetzt wartet eine warme Badewanne auf mich und der Geruch von Melisse strömt durch die Wohnung. Es wird Zeit. Meine Muskulatur wird es mir danken.

Frage des Abends: Wie springt man in ein Meer der Sehnsucht, das ausgebreitet vor einem liegt, wenn die Oberfläche versiegelt scheint?

Well it feels like something you want so bad
And then you think you’ve got it, but it’s somethin’ you already had
And you can feel it all around you, but it’s somethin’ you just can’t touch, uh huh huh
And I can feel it coming at me
Yes I can feel it coming at me

Aaw, did I miss again?
I think I missed again, uh huh
Ohh I missed again uhh huh
I think I missed again, uh huh

Seems I’m waiting in line, but would you say if I was wasting my time

[Missed Again - Phil Collins (In The Air Tonight (Single))]

Neu: Event-Talk der DPRG LG Nord / Ausstellung: “Beatlemania” in Hamburg

Montag, November 30th, 2009

Die Landesgruppe Nord der DPRG (Deutsche Public Relations Gesellschaft) hat heute Abend ein neues Veranstaltungsformat ins Leben gerufen. In den Räumen der Beatlemania-Ausstellung auf der Reeperbahn in Hamburg fand erstmalig der Event-Talk statt. In diesem Forum werden künftig Themen diskutiert, die sich an der Schnittstelle zwischen PR und Eventorganisation befinden. In Form von Vorträgen und Gedanken- und Erfahrungsaustausch können Hamburgs PR- und Eventdienstleister zusammen kommen.

Das Thema der Auftaktveranstaltung war die PR- und Marketingarbeit für Beatlemania. In einem Vortrag von gut einer Stunde stellten Bernd Zerbin und Stefan Rosenau von Octopus und FKP Scorpio zudem die die Entwicklung der Ausstellungsidee bis zur Eröffnung von Beatlemania im Mai 2009 vor.

Der DPRG-Landesgruppenvorsitzende Jürgen Braatz und Julia Viehrig von Stockheim Catering haben das neue Format gemeinsam entwickelt. Bereits am heutigen Abend haben die Teilnehmer zahlreiche weitere Eventlocations für die Folgeveranstaltungen vorgeschlagen. Damit zeigt sich schon sehr gut die Tragfähigkeit des Konzepts, denn ein gemeinsamer Austausch über aufregende Locations und wichtige Einzelthemen wurde sofort vom Publikum angenommen.

Nicht nur als DPRG-Mitglied hat mir der Abend sehr gut gefallen. Vor allem die Ausstellung, für die ich mir beim nächsten Besuch mehr Zeit nehmen werde, ist bemerkenswert. Die Einpassung der einzelnen Ausstellungselemente in die Räumlichkeiten des ehemaligen Erotic Arts Museum ist mehr als gelungen. Dazu kommt für mich meine Erinnerung an die Beatles-Filme, die ich in meiner Kindheit gesehen habe. Das sind Erinnerungen, die vor allem heutige Schulklassen wieder machen sollten. Vor allem entwickelt man doch wohl eher einen eigenen Stil und eine eigene Persönlichkeit, indem man den Wunsch des Berühmt-Werden-Wollens hinter die Arbeit und die Freude an der Musik stellt, und nicht umgekehrt. Es ist klar, dass ich damit mich nicht als sinngebender Unterstützer von Formaten wie “Popstars” oder “Deutschland sucht den Superstar” oute.

By the way, am Ende zählt doch nur: All you need is love!

Chinese Boxing

Samstag, November 21st, 2009

Wer in Hamburg oder Hannover auf der Suche nach einem Ausgleichssport in Verbindung mit realistischer Selbstverteidigung ist, dem sei das Chinesische Boxen empfohlen. Energiefluss, Stressabbau, Geselligkeit, Koordination und Umgang mit sich und anderen werden dort gezielt oder beiläufig geschult.

Das Wort Boxen führt etwas in die Irre, denn es geht nicht darum, Schläge zu verteilen und mit Kraft zuzuschlagen, sondern… Auf der Website der Hamburger Schule finden Interessierte einen Überblick und Erläuterungen zu diesem faszinierenden Sport, auf den ich nicht mehr verzichten möchte.

Denn mit einem Lächeln geht alles leichter.

Pony-Grippe ist uncool, die braucht kein Schwein!

Sonntag, November 8th, 2009

Bis Anfang der vergangenen Woche konnte ich bei passender Gelegenheit noch erzählen, dass ich seit fast zwölf Monaten keine Erkältung mehr gehabt habe. Doch seit Mittwoch sind die Pferde - genau genommen die Ponys - mit mir durchgegangen. Die Pony-Grippe hat mich voll erwischt!

Wer braucht schon die Vogelgrippe oder Katzengrippe?! Das waren so in etwa meine Gedanken vor der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Auch Fieber ist in meinem Dasein der letzten 25 Jahre ein Zustand, dessen Häufigkeit ich an zwei Fingern abzählen konnte. War, konnte, hatte - alles Vergangenheit, denn jetzt dachte ich doch eher ans Krepieren und fühlte mich rückwirkend etwas überheblich, andererseits habe ich einen solchen körperlichen Stromausfall einfach seit fernen Kindestagen so nicht mehr erlebt. Demut war und ist gefragt.

Der mir stets lästige und ungeliebte Gang zum Arzt war unvermeidlich geworden. Allerdings machte ich mir keine Illusionen bzgl. einer genauen Diagnose oder für den (nicht?) unwahrscheinlichen Fall der Nutzung des bösen S-Wortes von Arztseite. Denn was das böse S-Wort angeht, gibt es wohl in der Regel nur Ahnungslosigkeit (über die Hintergründe) und Panik(mache). Dazwischen muss man mit der Lupe suchen.

Seit Donnerstag und Freitag weiß ich jedenfalls, dass der glücklich sein kann, der in einer solchen Situation einen landarztmäßigen Hausbesuch von seinem Arzt erhält. Denn jeder Schritt nach draußen nach einer Nacht mit 40 Grad Fieber ist zu viel. Donnerstagnachmittag vergebens ins UKE (Original-Dialog in der Infektologie: “Gehen Sie in die Notaufnahme, wir schließen in zehn Minuten. Oder zu Ihrem Hausarzt.”//”OK, aber was würde man denn jetzt mit mir machen, in der Notaufnahme oder beim Hausarzt?”//”Ja, das kann man nicht so leicht sagen. In erster Linie Isolation und Ausruhen.”//”Aha, …danke. Schönen Feierabend.”//”Danke, tschüß.”)

Ich also am nächsten Morgen zur Hausärztin am Klosterstern. Dort klingelte schon bei meiner Ankunft unablässig das Telefon, was sich in den nächsten zweieinhalb Stunden meiner Anwesenheit nicht ändern sollte. Auch im Wartezimmer kommt man natürlich am bösen S-Wort nicht vorbei. Fazit am Ende: Selbst wenn es die Pony-Grippe ist bzw. war, dann ist das schlimmste mit dem Fieber jetzt sowieso bereits überstanden. D’accord. Allerdings handelt es sich so oder so um eine schwere Vireninfektion. Hm, ok. Temperatur jetzt um halb elf bei 38,1 Grad. Das geht. Noch.

In der Schule meiner Nichten in Klein Borstel ist die Schulpflicht vorläufig aufgehoben. Aber die Frage, die nicht nur im Zusammenhang damit ständig auftaucht, lautet doch: Wozu? Wozu zu Hause bleiben, wenn man nicht krank ist? Wozu sich impfen lassen, wenn unklar ist, ob der Nutzen größer ist als der Schaden? Wozu die ganze Hysterie? Und vor allem: Was passiert, wenn die echte Pony-Grippe kommt?! Da Schweine nicht wirklich schnell laufen können, befürchte ich im übertragenen Sinne doch, dass dann endgültig alle Gäule (mit uns) durchgehen werden, oder?!

Jedenfalls sterben jedes Jahr in Deutschland an der “normalen” Grippe 6.000 bis 40.000 Menschen. Das scheint aber komischerweise niemanden zu beunruhigen oder zur medialen Hektik zu verleiten. Merkwürdig, wo doch in Deutschland bisher die Zahl der am bösen S-Wort Gestorbenen deutlich unter 100 liegt (, was natürlich trotzdem bedauerlich ist). Es liegt also an der Konstitution und den individuellen Umständen, ob etwas und was passiert.

Nachdem ich heute Tag 4 meiner hoffentlich morgen endenden Kasernierung begehe, möchte ich für das Protokoll lediglich festhalten:

Pony-Grippe ist voll uncool, die braucht wirklich kein Schwein!